Montag, 4. September 2017

Gedanken: Eine neue Reise beginnt - ist diese hier zu Ende?


In letzter Zeit ist es doch sehr still hier geworden. 
Das hat auch einen Grund. 

Man darf einfach nicht planen. Und obwohl ich das weiß, habe ich mir im Juni noch einen Leseplan aufgestellt, der dann inmitten des Monats Juli völlig auf den Kopf gestellt wurde. Das Leben funkt eben immer dazwischen, wenn man denkt, dass nun alles perfekt ist - aber ich möchte mich nicht über diese Neue Sache in meinem Leben negativ auslassen. Im Gegenteil: ich freue mich, dass es geklappt, aber leider habe ich nun weniger Zeit zum lesen und Schreiben und dementsprechend weniger Zeit zum Bloggen, obwohl die Zeit nicht wirklich das ausschlaggebende ist, viel mehr ist es die Lust, die momentan auf sich warten lässt. Ich glaube, ich kann es das verflixte 5te Jahr nennen, denn kaum ist mein Blog fünf Jahre alt, scheint die Motivation verpufft zu sein - so habe ich das Gefühl. Auch haben mich ein Großteil der gelesen Bücher in letzter Zeit nicht überzeugen können. Ich glaube, dass das Bloggen und das kreative Schreiben meine Sicht auf die Literatur doch stark verändert hat und ich kritischer mit den Werken anderer Autoren umgehe. Aber seit langem habe ich hier das Gefühl, meinen Blog gegen die Wand gefahren zu haben und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich keine Ahnung, wie ich ihn hier wieder herausmanövrieren kann.

Freitag, 25. August 2017

»Die Moortochter« von Karen Dionne



Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

Vor einigen Wochen bin ich beim Stöbern auf Twitter auf dieses Buch gestoßen. Da ich für den Sommer auf der Suche nach packenden Thrillern bzw. Krimis war, dachte ich, dass ich mit diesem vielfach gelobten Psychothriller nicht falsch liegen könnte, denn der Inhalt schien vielversprechend und interessant zu sein.

Mittwoch, 12. Juli 2017

»Die sieben Farben des Blutes« von Uwe Wilhelm



In Uwe Wilhelms Roman Die sieben Farben des Blutes, verfolgen wir die Geschichte von Helena Faber, einer erfolgreichen Staatsanwältin in Berlin. Helena Faber ist intelligent, zielstrebig und hartnäckig. Hat sie sich erst einmal an einem Fall festgebissen, kann sie sich von diesem nicht mehr losreißen. Ganz besonders bei dem Fall Dionysos. Dionysos ist Berlins aktueller Schrecken. Helena ist die einzige in der Staatsanwaltschaft, die glaubt, dass die Morde von Dionysos, welche Berlin vor einem Jahr in Angst und Schrecken versetzt hat,  noch lange nicht vorbei sind. Erst als die neue Berliner Wirtschaftssenatorin Ursula Reuben auf die selbe brutale Weise ermordet wird, wie es für Dionysos typisch ist, geht der Horror in Berlin weiter. Die Staatsanwaltschaft steht unter Druck und  gleichzeitig vor einem Rätsel. Wieso hinterlässt Dionysos keine Spuren?

Samstag, 1. Juli 2017

»Fay« von Larry Brown




Wenn ich an die Südstaaten der USA denke, habe ich gleich die Bilder von flirrender Luft vor Augen, sehe meilenweit nur Flachland mit leichten Erhebungen und Äcker rund um mich herum, in meinen Ohren summen die Insekten und hoch über mir, an einem strahlend blauem Himmel scheint erbarmungslos die Sonne. Ich könnte auf der Veranda sitzen, eine Limonade oder einen Eistee schlürfen, oder ich würde mich im Garten im Pool abkühlen. Diese Vorstellung hat schon etwas unbeschwert romantisches, finde ich.
Doch diese Romantik sucht man in Larry Browns Fay vergebens.

Siebzehn Jahre hat es gedauert, bis Fay aus den USA zu uns nach Deutschland kam. Fay ist im amerikanischen Raum fast schon ein Klassiker, wunderlich, dass es so lange gedauert hat, bis wir in den Genuss kommen dürfen.

Inhalt:
Unerfahren, ungebildet und ungeliebt. Ein Zuhause kann man die Hütte im Wald nicht nennen, in der die siebzehnjährige Fay mit ihrem gewalttätigen Vater und den beiden jüngeren Geschwistern lebt. So beschließt sie eines Tages, aus dem Hinterland von Mississippis abzuhauen. Mit nichts als einer halben Packung Zigaretten und zwei Dollar in der Handtasche macht sie sich auf den Weg nach Süden Richtung Meer. Viele Männer kreuzen ihren Weg, nicht alle meinen es gut mit ihr.
Und nicht alle überleben die Geschichte.

Meinung:
In Larry Browns Roman, Fay, der nun endlich nach Deutschland gekommen ist, begleiten wir das siebzehnjährige und bildhübsche Mädchen Fay, die in einer Hütte in einem Wald wohnt. Ihr Alltag besteht aus schwerer Schufterei auf den umliegenden Feldern, und der unbarmherzigen Gewalt ihres Vaters. Sie träumt davon im Süden ein besseres unbeschwerteres Leben zu führen, von einem eigenem Haus in Biloxi.
So macht sie sich eines Tages, besser gesagt, eines Abends auf den Weg. Verlässt barfuss und mit wenigen Dollarscheinen in ihrer Tasche, ihr Heim. Verlässt ihre schwache Mutter, und ihre geliebten Geschwister. Fay hat die Schule nur wenige Jahre besucht, da ihr Vater der Ansicht war, dass dies nur Zeitverschwendung sei, dementsprechend hat sie von der Welt um sich herum keine Ahnung. Noch am selben Abend, an dem sie in Richtung Süden aufbricht, trifft sie auf eine Gruppe von Jungs und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung.