Freitag, 23. Juni 2017

Fore edge Friday - »The Secret Garden« von Frances H. Burnett



Im heutigen Fore edge Friday-Beitrag geht es nicht um marmorierte, vergoldete oder mit Farbe verzierte Buchschnitte, sondern viel mehr um eine andere Art der Buchschnittverzierung, der du vielleicht hie und da auch schon begegnet bist: dem sogenannten Büttenrand oder wie es im Englischen heißt deckled edge.

Bis vor ein paar Jahren habe ich diese Art des Buchschnittes noch gar nicht gekannt. Diese Ausgabe von The Secret Garden, habe ich vor besagten Jahren einmal gewonnen und als ich das Päckchen öffnete und den Buchschnitt sah, dachte ich erst, dass die Buchbinderei vergessen hatte, den Buchblock auch an der Seite zu beschneiden. Nach einigen Klicks im Internet fand ich dann heraus, dass dies alles seine Absichten hatte und dieser unbehandelte Seitenschnitt Teil der Verzierung ist.

Montag, 19. Juni 2017

Marbled Monday: »Handbuch für Schriftsetzer« von Friedrich Bauer



Wenn man sich eine Weile mit dem traditionellem Buchbinden beschäftigt, dann stößt man früher oder später über die Einbandgestaltung der Bücher. Viele kennen die Ledergebundenen Kodexe aus dem Mittelalter, andere die in Leinengebundenen Koch- oder Tagebücher ihrer Eltern oder Ureltern. Oder sonstige andere Bücher, welche in den unterschiedlichsten Materialien gebunden wurden. Ein ganz besonderer Schatz beim Buchbinden sind die Buntpapiere wie das Marmorpapier. Und genau um diese Gestaltungstechnik, soll sich in dieser neuen Beitragsreihe alles drehen. Denn nicht nur für Einbandpapier wird diese Technik benutzt, sondern auch wie in diesem Fore edge Friday-Beitrag zu sehen ist, wurden bzw. werden noch immer mit dieser Technik auch Buchschnitte verziert.

Freitag, 16. Juni 2017

Fore edge Friday - »Goethes Leben und Werke« von G. H. Lewes


Am heutigen Fore edge Friday, möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches schon seit einiger Zeit in meinem Besitz, und noch viel länger (seit dem 31. Oktober 1945, um genau zu sein) in Familienbesitz ist - zumindest wurde dieses Datum auf dem Nachsatzpapier geschrieben - zusammen mit der Zahl 600 (ich bezweifle mal, dass mein Uropa diese Zahl als Preis gezahlt hat - das wären nämlich 306,78€ Unwahrscheinlich, da diese Summe gut 5 Monatslöhne wären und so reich waren wir damals auch nicht.) und dem Namen Antusch - wer das ist? Ich habe keine Ahnung. Warum ich mir so sicher bin, dass dieses Buch ausgerechnet seit diesem Tag in Familienbesitz ist? Deshalb: denn und mein Uropa war bekannt dafür, dass er alles, was er kaufte, mit einem Datum beschrieb. Auf dem Vorsatzpapier steht lediglich 6- / 04. Ich gehe davon aus, dass Letzteres bedeuten soll, dass dieses Buch 1904 6 Mark gekostet hat (in Euro: 3.07€ - ein Schnäppchen für so ein Schmuckstück).
Ich hoffe, dass ich richtig gerechnet habe - bzw, die richtigen Umrechnungsseiten benutzt habe - falls sich jemand besser auskennen sollte, so möge er mich bitte korrigieren. ^^

Meine Oma hat in ihrem Keller eine Anrichte stehen, die leider aus Platzgmangel in der Wohnung, dort unten steht. Diese Anrichte ist gefüllt mit alten Büchern, die meinem Uropa gehörten. Es sind nur eine Hand voll Romane darunter, die restlichen Bücher sind Biografien, wie dieses Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, sowie Bücher über Pflanzen und Tiere.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Hallo, Wand? Hier spricht Tapete.


Seit dem 28. Mai 2012 besteht dieser Blog nun schon. Er hat viele Designs und Layouts hinter sich. Auch der Name hat sich drei Mal geändert, angefangen bei meinem Namen, über Nicos Bücherwelt bis hin zu Wallmanns Diversa.
In den letzten fünf Jahren habe ich 186 Posts geschrieben, einige Gewinnspiele veranstaltet und an Blogtouren teilgenommen. Habe einige Interviews für Blogger gegeben, sogar der MDR-Sachsen-Anhalt war bei mir zu Besuch, für die ich ebenso ein Interview gegeben habe. Auch für Zeitungen haben ich eine Zeit lang geschrieben, habe tollen Kontakt zu Agenturen, Verlage und wenigen Bloggerkollegen. In diesen fünf Jahren habe ich auf Facebook 206, Twitter 114, Google+ 71, Instagram 28 Follower sowie auf diesem Blog 213 Leser dazu überzeugen können, mir zu folgen. Das sind über 630 Menschen.

Freitag, 2. Juni 2017

Fore edge Friday - »Blumen und Sterne« von Karl Gerok


Über meinen privaten Instagram-Account, folge ich so einigen Buchbinder/innen aus fast der ganzen Welt und  bin nach einer gewissen Zeit auf den sogenannten #foreedgefriday gestoßen, bei dem die Buchbinder und andere Buchliebhaber, die unterschiedlich verzierten Buchschnitte ihrer Bücher zeigen, die sie angefertigt haben oder besitzen.
Damals war die Buchschnitt-Verzierung gar nicht wegzudenken, denn sie war ein wesentlicher Bestandteil der Herstellung. Sinn und Zweck dieser zum Teil aufwendig gestalteten Buchschnitte ist es, die Buchblöcke vor Verschmutzungen zu schützen. Im Mittelalter wurden die Bücher mit einem Goldschnitt verziert - hin und wieder wurden diese Goldschnitte auch punziert. Etwas später wurden die Buchschnitte marmoriert, oder mit einem einfachen Farbauftrag verschönert. Bei ganz besonderen Büchern findet man unter dem Goldschnitt auch Zeichnungen (sogenannte fore edge paintings), die vor der Vergoldung angefertigt wurden und beim Aufschlagen des Buches zu sehen sind.