Samstag, 19. Juli 2014

Rezension: Marie Marne und das Tor zur Nacht von Christoph Werner


Titel: Marie Marne und  das Tor zur  Nacht
Autor: Christoph Werner
Verlag: Osburg Verlag
Seiten: 245
ISBN: 978-3-95510-037-7
Genre: Phantastik 
Preis: 17.99€
Einband: Gebunden  mit Schutzumschlag


Inhalt:

`Schlafen Sie nicht, wenn Sie müde sind! Schlafen Sie, wenn Sie Lust dazu haben!´ Mit diesem Slogan wirbt eine mysteriöse New Yorker Firma. Wer schlafen für vergeudete Zeit hält, kann in ihren Filialen eine patentierte Brille aufsetzen und einen besonderen Traum träumen danach bleibt er wach! 
Drei Tage, fünf Tage, zwei Wochen. Doch der ewige Tag verwandelt die Menschen. Bei Maries Vater geht etwas schief. 
 Er bleibt in seinem Traum gefangen. Die Dreizehnjährige setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um ihn zurückzuholen. Als Marie begreift, dass sie damit die ganze Welt in eine globale Katastrophe stürzt, versucht sie zu retten, was zu retten ist. Ein Albtraum! Mit jeder verstreichenden Minute wächst das Chaos auf der Erde. 
Christoph Werner siedelt seine spannende Geschichte über die schlaflose Gesellschaft auf dem Gelände des Fantastischen an, ohne sich von der Wirklichkeit zu entfernen. Ganz im Sinne eines Michael Ende: `Wir suchen uns eine neue Welt, in der wir wohnen können. Und wenn wir keine finden, dann zaubern wir uns eine.´ Das sollten Sie nicht verschlafen!


Meinung:

Marie Marne  und das Tor  zur Nacht  ist ein Buch, welches  mich ziemlich  im Zwiespalt  zurücklässt. 

Ich weiß  auch nicht  wo ich genau anfangen soll. Fangen wir  mal beim Rückentext an. Dieser  klingt  ja  ziemlich  interessant, das  dachte  ich auch, aber  die Umsetzung  sieht  leider  etwas  anders  aus.  
Ich  habe  gedacht, eine wirklich mitreißende Geschichte  zu lesen,  doch  irgendwie  konnte  mich  kaum etwas an diesem Buch fesseln.  Immer  wieder  hegte  ich die Hoffnung, dass  es  auf der  nächsten Seite  endlich so richtig  losgeht, aber  dann war  das Buch auch schon zu ende. 
Was  ich wiederum gut  an dem Buch fand, war die Ausführung  zum Thema Schlaf und ich denke, interessierte  Leser  werden sich  mit  diesem Thema etwas  mehr auseinandersetzen.
In der Geschichte  geht  es  ja  hauptsächlich  um das Mädchen Marie, dessen Charakter wirklich gut  erarbeitet  wurde, doch fand ich es  schade, dass  Nebenfiguren verblassten, denn es  gab da wirklich  tolle Ansätze. Ich finde  nämlich dass  die Charaktere  neben der Geschichte  an sich, an erster Stelle stehen, denn diese vermitteln ja sozusagen  dem Leser  die Geschichte. 
Leider  passierte auch viel  hintereinander weg, so dass  man die Handlungen einiger Figuren nur schwer  nachvollziehen  konnte.
Der Schreibstil von Christoph Werner  ist sehr eigen, man merkt, dass er  mit  Herzblut  schreibt, doch  fehlt  meiner  Meinung  nach die Tiefe, um für  die  nötige Spannung  zu sorgen. 
Daher  verliert  er sich oft  an Kleinigkeiten  bei Beschreibungen, was ich ja  eigentlich auch mag, ober  ohne  die dazugehörige Tiefe, wie  man sie  z.B. bei Stephen King  oder J.K. Rowling  findet, funktioniert  das einfach nicht und  so  kam es  mir  vor, als  würde ich einfach nicht  vorankommen. 
Nichtsdestotrotz, habe  ich  es dennoch geschafft.

Fazit
Der Klappentext verspricht  meiner  Meinung nach zu viel. Ich  hatte  zwar  keine sooo großen Erwartungen an das Buch, aber  dennoch  war meine Erwartung  über  den Durchschnitt. 
Das Buch  kann in Punkto Ideenreichtum und Bildhafter Sprache  glänzen, doch wenn Charaktere verblassen, können die Ideen noch so  gut sein. 
Tolle Ideen wurden angerissen, aber  die Umsetzung  hätte  besser  sein können.

3 von 5 Nectores -  tolle Ideen, aber schwache Umsetzung.

1 Kommentar:

  1. Ich stimme dir vollkommen zu! Der Klappentext hat leider zu viel versprochen...

    Liebe Grüße :)

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