Mittwoch, 22. Oktober 2014

Rezension: Der Mond flieht von Rax Rinnekangas

Titel: Der Mond flieht
Autor: Rax Rinnekangas
Verlag: Graf (Ullstein)
Seiten: 160
Genre: Gegenwartsliteratur
Preis: 16.99€
ISBN:978-3-86220-034-4
Einband: Gebunden  mit Schutzumschlag

"Auf diesen Seiten herrscht  ein Licht, eine Tiefe, eine Poesie ... hat das Zeug  zum Kultbuch."
- LE FIGARO

Inhalt:

Ein sinnlicher, poetischer Text über einen Sommer im hohen Norden Finnlands, als Lauri, der dreizehnjährige Erzähler, erwachsen wird. 

Wie jedes Jahr verbringt Lauri den Sommer in Latvala, einem Dorf hoch oben im Norden Finnlands, auf dem Bauernhof seines Onkels Eino. Er hilft bei der Heuernte und auf der Weide und träumt sich zusammen mit seiner Cousine Sonja und Cousin Leo in eine geheimnisvoll-sinnliche Parallelwelt. 

Hier haben die Steine Seelen, der Fluss wird zum Refugium, eine riesige alte Fichte hat mystische Kräfte. Die Anführerin und Meisterin der drei ist die schöne, ungestüme Sonja. Sie stachelt Lauri und Leo zu immer neuen beglückenden, bedrohlichen Dingen an. Sie verleiht ihnen das Gefühl, zu fliegen. 
Aber dann geschieht die Katastrophe, und plötzlich bestimmen Lähmung, Entsetzen, unendliche Trauer die langen Sonnentage mit ihren harzigen Düften, den Mückenschwärmen, den frenetischen Vogelstimmen... Ein kleines Meisterwerk, das mit kristallklarer Sprache und seltener Präzision eine verstörende Gefühlswelt einfängt.
Ausgezeichnet mit dem Finnischen Staatspreis, ins Deutsche übertragen von Stefan Moster, dem besten Kenner finnischer Gegenwartsliteratur


Meinung:
Der Mond flieht, ist ein Buch, bei dem ich  nicht  so recht weiß, was ich sagen/schreiben soll. Es ist eine Geschichte, die mich nach dem Lesen sprachlos  zurücklässt. Auf den 160 Seiten passiert meiner Meinung nach nicht viel. Doch gab es auch stellen an dem ich das Buch erst mal beiseite  legen  musste, denn  manche Szenen waren sehr  speziell, besonders, wenn Lauri, Leo und Sonja zusammen waren und sie sich gemeinsam in ihre geheimnisvoll-sinnliche Parallelwelt flüchteten. 
Auch bei der Katastrophe,  musste ich das Buch beiseite  legen, denn wie  diese Katastrophe  von Statten ging, hat es ganz schön in sich, doch wirklich getrauert habe  ich um diese Person nicht, denn was mich ein wenig gestört  hat während des Lesens war, dass  ich nie  wirklich einen Draht zu den Charakteren aufbauen konnte.
Sozusagen,  hatte  ich, während ich das Buch gelesen hatte, das Gefühl, als  würde ich einen Film von Michel aus Lönneberga sehen, was das Dorfleben  und  die Menschen  dort anging. Alles schön und  gut anzusehen und gut unterhaltend, doch mit  den Charakteren  wurde ich einfach leider nicht warm 
Zur Geschichte an sich, gibt es keinen roten Faden, der nach  und nach Spannung  aufbaut, denn Spannung, ist etwas, dass  man in diesem Buch leider vergebens sucht. 
Ich denke, dass Der Mond flieht von Rax Rinnekangas, dank der gemischten Gefühle, mit denen es mich zurücklässt, noch einige Zeit  in Erinnerung bleiben wird.

Fazit: 
Der Mond flieht, ist  ein gut  unterhaltendes Buch, über Freundschaft, Glaube, Tod und das Erwachsen werden, mit meiner Meinung  nach zu blassen Charakteren und  ich denke, dass  die Geschichte  ihr  Potenzial auf den 160 Seiten nicht ganz ausgeschöpft hat.


3 von 5 Nectores 

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