Donnerstag, 9. Oktober 2014

Rezension: Mr Mercedes von Stephen King



Titel: Mr Mercedes
Autor: Stephen King
Verlag: Heyne
Seiten: 590
Preis: 22.99€
Genre: Thriller
Einband: gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-453-26941-5
Leseprobe  von »Mr Mercedes«

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Inhalt:
Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.


Meinung:
In Mr Mercedes  geht  es  um den pensionierten Detective Bill Hodges, der seine  meiste Zeit damit verbringt zuhause  zu sitzen, sich sinnlose Talk-Shows anzuschauen  und  an Selbstmord  zu denken.  Als er  dann eines Tages  post  vom Mercedes-Killer bekommt, der am 10. April 2009 mit einem gestohlenen grauen Mercedes-Benz in eine  schar  von Arbeitslosen, rast und  einige Leute tötet und  andere  schwer verletzt, packt  Hodges wieder  der Jagdinstinkt, denn der Mercedes-Killer, ist ein Fall in seiner Laufbahn, den er  bis  dahin  nicht  lösen  konnte. 

Das Ziel des Mercedes-Killers, der Brady Hartsfield heißt, ist  es Bill Hodges  so sehr  mit seinem Kopfspielchen den Kopf zu verdrehen, damit  Bill endlich Selbstmord begeht. Doch Bill geht  nicht  auf  dieses Spielchen ein  und  spielt  sein eigenes Spiel, und  versucht  zusammen  mit Jerome, ein farbiger Jugendlicher, der  sich  bei Bill nur  um den Vorgarten  und  PC-Problemen kümmert und  Holly, eine Frau, die von sich selbst  sagt, dass sie  nicht  mehr  alle Tassen im Schrank hat, versuchen  sie  auf die Spuren  des Mercedes-Killers  zu kommen und  ihn endlich den Gar  aus zu machen. 

Doch Brady Hartsfield - der Mercedes-Killer, der noch bei seiner Mutter wohnt, die schon Vormittags stockbesoffen  im Wohnzimmer  sitzt  und Survival-Shows schaut, verdient  seinen Unterhalt damit, dass er vormittags bei der IT-Firma Discount Electronics  und  nachmittags als Eismann arbeitet. 

 Es ist  schon von Anfang an klar, wer  der  Mercedes-Killer ist, doch  sind  es  einmal  wieder die  vielen Verknüpfungen und die Geschichten der Charaktere, die  dieses Buch  mit seinen 590 Seiten  in keinster Weise langweilig  werden lässt. 

Was das Ende  angeht, hätte  ich  mir  etwas anders vorgestellt. Die Spannung  wird mit Kapitel mehr und  mehr  aufgebaut, und  einige der Cliff-Hanger zwingen einen regelrecht, weiterzulesen.
Beim "Epilog", bin ich mir  etwas unsicher,  ob dieser eigentlich  hätte sein sollen, denn dieser schreit förmlich "Fortsetzung folgt" ...

Untypisch  für  diesen King ist, das dieser Roman,  ganz  ohne  den Horror und das Übernatürliche, wie  man es  normalerweise  bei Stephen King gewohnt  ist, auskommt. 

Ich bin sehr gespannt auf  die Fortsetzungen.


5  von 5 Nectores - Wer  dieses Buch noch  nicht  gelesen  hat,  verpasst etwas  großartiges!

Kommentare:

  1. Das scheint ja mal ein ganz anderer King zu sein. Der Klappentext hat mich bis jetzt noch nicht wirklich zum Kauf überzeugen können, die Rezension jetzt auch nicht. Obwohl deine Meinung zwar gut ausfällt, machen mich thematisch momentan andere Sachen mehr an. Ich denke mal, ich werde eine günstigere Taschenbuchausgabe abwarten und es mir dann zulegen.

    Viele Grüße

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    1. Es ist ein anderer Stephen King, und ich würde Mr Mercedes eher in den Krimi Bereich einordnen, wo ich jetzt nicht so genau weiß, ob da King schon vorher geschrieben hat, aber es ist meiner Meinung nach wieder ein lesenswerter King.

      Viele Grüße,
      Nico

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  2. Kann ich alles nur unterschreiben - ein guter Krimi - ein anderer (oder eben kein typischer) King.
    Trotzdem freue ich mich auch schon auf die Nachfolger :)
    Der Mann weiß ja immerhin trotzdem noch wie er den Leser fesseln kann!

    LG Nina
    http://nothingbutn9erz.blogspot.co.at/

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    1. Ich denke mal, dass der zweite Band um Hodges bestimmt Ende des Jahres erscheinen wird. Wenn ich mich nicht irre, erscheint im März "Revival" auf Deutsch, auf das ich mich auch schon sehr freue. Er schafft es immer wieder die Leser in den Bann zu ziehen, das stimmt. ^

      LG Nico ^^

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