Mittwoch, 10. Dezember 2014

Rezension: Der Seidenspinner von Robert Galbraith




Titel: Der Seidenspinner
Autor: Robert Galbraith
Verlag: Balnvalet
Seiten: 667
Genre: Krimi
Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Preis: 19.99€
ISBN: 978-3-7645-0515-8


Inhalt:
Ein neuer Fall für Cormoran Strike. 
Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.

Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …


Meinung:

Acht  Monate ist  nun schon der Fall vom Supermodell Lula Landry gelöst. Im zweiten Fall von Cormoran Strike geht  es dieses Mal  um den Schirftsteller Owen Quine, der  seit  zwei Wochen verschwunden ist. 
Zuerst  machte sich die Frau von Owen  keine Gedanken über das  plötzliche Verschwinden ihres Mannes, denn er  verschwand  das ein oder andere Mal für  mehrere Tage, um an seinem Manuskript  zu schreiben, doch  als Owen Quine nach zwei Wochen  nicht  mehr  auftaucht, begibt sich  die Frau von Owen, Leonora Quine, zu dem Privatdetektiv  Cormoran Strike und  bittet  ihm darum diesen Fall  anzunehmen, auch wenn sie  sich nicht sicher  ist, wie  sie  den Detektiv  bezahlen  soll, denn seitdem ihr Mann  verschwunden ist, geht es Leonora  finanziell nicht  gut und  mit einer  behinderten Tochter, um die sie  sich  kümmern  muss, kann sie  selber  keine Arbeit  annehmen. 
Strikes  Interesse  ist  geweckt  und  mit seiner  charmanten  und  zuverlässigen Sekretären Robin Ellacott, ohne  deren Hilfe  Cormoran manchmal ziemlich aufgeschmissen wäre, mache sie  sich auf Spurenjagd und bringen hier  und da  das ein  oder andere schmutzige Geheimnis  ans Tageslicht. 

Wie  im Inhalt oben schon erwähnt, wird  dann der Schriftsteller  Owen Quine  auf  brutale  und  bizarre Art  und Weise  aufgefunden und  ich  muss sagen, dass  ich hier noch einmal den Hut  vor J.K. Rowling  ziehe, denn wie  Owen Quine  aufgefunden  wurde, könnte  glatt aus einem Stephen King  Roman sein,  und  J.K. Rowling  konnte mir  so doch einen eisigen Schauer über den Rücken jagen  und Ekel erregen. 
Wie  auch  in ihren vorigen Büchern, bleibt  J.K. Rowling  ihrem detailreichen und  flüssig zu lesenden Schreibstil treu, so  dass  ich  mich beim Lesen  immer etwas  zügeln musste,  um  das Buch dann nicht  in drei Tagen  zu Ende  gelesen  zu haben, denn J.K. Rowling sollte  man einfach  genießen und sich Zeit  für  die Bücher  nehmen. 
Ich  liebe  ihr  Auge  für  das Detail und so sind  es die  kleinen Dinge, die  in dem Buch eine große Wirkung  haben und so  muss  man beim Lesen auf  die vielen kleinen Dinge achten, die später vielleicht  von Bedeutung  sein könnten.  Besonders  die Charaktere sind  wieder  einmal  klasse herausgearbeitet, so hat jeder  seine  eigenen kleinen Macken  und  Eigenschaften, die  die Geschichte  lebendiger machen und  man mit dem ein oder anderen Charakter, leidet  oder mitfiebert  oder sich auf andere Weise verbunden fühlt.
Vom Ende war ich ein wenig  enttäuscht, auch wenn  ich nicht  damit  gerechnet  habe, wer denn  nun endlich Owen Quine  ermordet  hatte - ich  lag mit  meiner  Vermutung  total falsch ... aber egal, mir  hat  bei der Auflösung  einfach dieser Knall  gefehlt, dieser Aufbau von Spannung,  um  es  endlich auf den Höhepunkt der Geschichte  zu bringen. 
Aber  dennoch, hat mich der Seidenspinner überzeugen  können  und  ist  eine  grandiose Fortsetzung  um den Detektiv Cormoran Strike  und  seiner sympatischen Gehilfin, Robin Ellacott, den man diesen Winter ( und auch zu anderen Jahreszeiten) auf jeden Fall gelesen  haben sollte -  ich  freu  mich schon sehr  auf den dritten Band. 

Fazit:
Der Seidenspinner  ist  eine  grandiose Forstsetzung  zu Der Ruf des Kuckucks, den man wie  sein Vorgänger einfach gelesen haben und auf alle Fälle unter dem Weihnachtsbaum von Krimi-Fans  nicht  fehlen  sollte. Die Zeit  die  man  mit diesem Buch  verbringt, wird  zu einem wahren Lesevergnügen und ehe man sich versieht, sind die  667 Seiten  im Nu ausgelesen. 
Auch  kann  man meiner  Meinung  nach "Der Seidenspinner" auch vor dem "Ruf des Kuckucks" lesen, denn die  Geschichten sind  bis jetzt in sich abgeschlossen, nur  einzelne  kleine Handlungsstränge  gehen vom Kuckuck in den Seidenspinner  hinüber, aber sollten nicht das Verständnis beim Lesen stören, egal mit  welchem Buch  man anfängt. 


4 von 5 Nectores - Dieses Buch  kann ich nur  empfehlen!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Blanvalet Verlag, für  die  Bereitstellung  des Rezensionsexemplares.
Und  um jetzt ein Vorurteil  gleich  zu beseitigen: Ich  habe  das Buch nicht  deshalb so gut bewertet, da es ein Rezensionsexemplar ist, sondern daher, dass es  mir  wirklich gut gefallen hat. 
Die Rezension entspricht meiner  ehrlichen Meinung.

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ich war schon gespannt, wie es dir gefallen hat ;)
    Mir haben auch beide Teile super gefallen. Die Auflösung, ja, da hätte man vielleicht noch ein bisschen drauflegen können, aber insgesamt wirklich sehr spannend, vor allem, da man wirklich bis zum Schluss miträtseln kann und es keinen Moment langweilig wird!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ja, bei der Auflösung hätte man wirklich eine Schippe mehr auflegen können, aber wie du schon sagst, super unterhaltend, tolle Charaktere und spannend, und so muss es sein!

      LG Nico^^

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  2. *winke*

    Der Seidenspinner habe ich gestern erst fertig gelesen :)
    Mein Jahreshighlight ist es zwar nicht (ja ich habe auch andere Beiträge durchstöbert ;P) aber trotzdem sehr gut!
    Die Figur von Cormoran ist einfach so super sympathisch, dass man kleben bleiben muss!

    LG Nina
    http://nothingbutn9erz.blogspot.co.at/

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    1. JK Rowling schafft es einfach grandios, immer wieder interessante Charaktere zu erschaffen, an denen man einfach kleben bleibt. Auch finde ich die Geschichten der einzelnen Charaktere immer interessant.

      LG, Nico^^

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  3. Hallo Nico!
    Tolle Rezi! Das Buch steht bei mir auf der Wunschliste. Jetzt bin ich noch neugieriger auf den Roman. Bin schon gespannt, ob ich mit dem Täter auch daneben liege. ;D Wahrscheinlich ja.

    Liebe Grüße,
    Nane

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    1. Hallo Nane,
      dankeschön, das Buch kann ich dir sehr empfehlen und ich finde es um einiges besser, als den ersten Band.^^

      LG. Nico

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