Freitag, 29. Mai 2015

Rezension: Die Lange Erde von Terry Pratchett und Stephen Baxter

Titel: Die Lange Erde
Autoren: Terry Pratchett und Stephen Baxter
Verlag: Goldmann
Seiten: 475 
Genre: Science Fiction
Einband: Taschenbuch
Preis: 9.99€
ISBN: 978-3-442-48196-5


Inhalt:
Es gibt unendlich viele Welten zu entdecken. Sie sind nur einen kleinen Schritt entfernt ...
Ein kleiner, angekokelter Plastikkasten, ein paar Drähte, ein Schalter, eine Kartoffel ... Als die Polizistin Monica im Jahr 2015 in den verkohlten Ruinen eines Hauses auf diese eher zweifelhafte Apparatur stößt, ahnt sie nicht, dass der Prototyp einer bahnbrechenden Erfindung vor ihr steht. Denn der kleine Kasten ist ein Wechsler, mit dem es von nun an möglich sein wird, in die „Lange Erde“
hinauszutreten: eine unendliche Abfolge von parallelen Welten, von Menschen unbewohnt. Schon bald setzt auf der alten Erde ein wilder Goldrausch ein. Denn die Lange Erde birgt unendliche
Möglichkeiten – und unendliche Gefahren ...

Meinung:
Die Lange Erde war mein erster Roman  von Terry Pratchett, der dieses Buch gemeinsam mit Stephen Baxter schrieb. Der Schreibstil des Buches  war für mich von Anfang an angenehm zu lesen, so dass ich gleich viel leichter mich auf das einlassen  konnte, was  mich  in diesem Buch erwartete. Auch  wenn  ich  vorher  noch kein buch von Sir Terry Pratchett  gelesen hatte, merkte  ich  gleich, welche Stellen  er geschrieben  hatte. Denn diese sifteten geradezu von Humor und so konnte ich mir das ein oder andere Schmunzeln einfach nicht  verkneifen, denn mal ganz ehrlich: einen sprechenden Getränkeautomaten trifft  man auch nicht  in jedem Buch, doch stellt es sich  dann heraus, dass dieser Getränkeautomat von einem Computer  namens Lobsang kontrolliert  wird, der  sich in alle  verschiedensten Netzwerke  einhacken kann. 
Doch wie es  in einem Science Fiction Roman üblich ist, stößt  man hie und da auch auf  technische  Beschreibungen, vor  denen es mir  ja vorher immer gegraut  hatte, doch  hier hatte ich nicht  das Gefühl, mit  hochtrabendem Technikgedöns bombadiert  zu werden, alles wurde verständlich  erklärt, dass es selbst ein Laie  wie  ich  es  nachvollziehen konnte - was den Lesefluss  auch  nicht  weiter  beeinträchtigte. 
Was mich nur störte, war  dass ich nach der Hälfte des Buches, immer noch nicht  so wirklich wusste, worum es in dem Buch denn überhaupt gehen soll. Ich meine, wir haben den Wechsler, dann den Pratogonisten, der  auch ohne  Wechsler wechseln kann und  ihm auch  nach dem Wechseln nicht  übel wird, wie  es bei anderen der Fall ist. Er  ist mit  Lobsang und Sally - einer eletrischen Katze, die keine Mäuse frisst, sondern sie  nur in ihremBauch gefangen hält, um sie  später an einem sicheren Ort frei zu lassen, auf Entdeckungstour  durch die  vielen unzähligen Welten,  und genau das ist es...  es geht  zwar einerseits  voran, aber  ich vermisse  hier einen Gegenspieler, bzw. etwas, dass das Buch  noch  ein wenig interessanter  macht.  Es fehlte  mir  auch im weiteren Verlauf des Buches einfach die Spannung, das gewisse Etwas, das dem Buch die Würze  gibt. Und diese sucht  man leider vergeblich, denn Lobsang und Joshoua reisen von Welt  zu Welt, und diese  unendlichen, parallel existierenden Welten, unterscheiden sich in nur wenigen Nuancen voneinander.

Fazit: 
Die Lange Erde ist ein interessantes Buch  mit einer  interessanten Idee, die  meiner Meinung  nach im ersten Band  nicht  wirklich  gut  ausgenutzt wurde, da hätte man, denke  ich, mehr  herausholen können. Wer aber  auf  gut  verdauliche  wissenschaftliche, Humorvolle Science-Fiction Bücher  steht, für denjenigen könnte Die Lange Erde  etwas sein.
3 von 5 Nectores - gute Unterhaltung, aber es mangelt an Spannung.

Kommentare:

  1. Hi Nico!

    Dein erster Pratchett??? Also ich fand die Lange Erde zwar ein bisschen besser als du, aber du MUSST UNBEDINGT die Scheibenweltromane lesen. Die sind ganz was anderes als Die lange Erde und der Humor ist einfach genial :D Die Ideen, die er da reinbaut, die Charaktere, über die man in jedem Band wieder stolpern kann, richtig klasse!!!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ja, "Die Lange Erde" konnte mich jetzt nicht so sehr vom Hocker hauen.
      Die Scheibenwelt Romane will ich mir auch noch unbedingt holen - Piper hat die ja neu aufgelegt. Da werde ich mir in Zukunft mal den ersten Band holen. :D

      LG Nico :)

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