Mittwoch, 3. Juni 2015

Rezension: Der Bilderschlüssel zum Original Rider Waite Tarot von Arthur Edward Waite


Titel: Der Bilderschlüssel  zum Original Rider Waite Tarot
Autor: Arthur Edward Waite
Verlag: Urania
Seiten: 215
Genre: Okkultismus
Einband: Softcover
Preis: 12.90€
ISBN: 978-3-03819-070-5



Inhalt: 
Mit Arthur Edward Waites bahnbrechendem Werk zu seinem Original Rider Waite Tarot vollzog das Kartenlegen den Durchbruch von der reinen Wahrsagerei zu einer psychologisch fundierten Methode der Selbsterkenntnis. Es bietet ebenso meditative wie lebenspraktische Elemente und eröffnet den "Blick hinter den Schleier" der Geheimlehren des Golden Dawn und anderer Traditionen.



Meinung: 
Wer sich  mit  dem Kartenlegen  beschäftigt, der  kommt früher  oder später  nicht  um Arthur Edward Waite herum, besonders dann nicht, wenn man seine Karten besitzt.  Ich war  lange auf  der Suche  nach  diesem Buch  und  habe nicht  wirklich viel darüber  lesen können, ob das Buch nun gut  oder schlecht sein sollte. Daher  musste ich mir  selber  ein Bild  davon machen. Der Einstieg  in das Buch viel mir  wegen dem Schreibstil von Waite am Anfang  ziemlich schwer, ich kann nicht  genau sagen, woran es lag.
Im ersten Teil des Buches  geht Waite  auf  Geschichte des Tarot ein und  beschreibt  ebenfalls  die Entwicklung  der Karten, nennt  alternative Namen der großen Arkana. Erklärt die vier Sätze der kleinen Arkana - Schwerter, Stäbe, Kelche  und Münzen. Im zweiten Teil geht der Autor  in die Geheimlehren der Karten ein und  lüftet den Schleier des alten Wissens, geht auf die innere Symbolik der großen Arkana ein. Im dritten Teil des Buches  geht Arthur Waite  auf  die Unterschiede der großen  und  kleinen Arkana ein, gefolgt von den Bedeutungen  der kleinen Arkana, mit ihrem Motiv - Was auf der Karte zu sehen ist, ihrer divinatorischen Bedeutung und ihrer Bedeutung, falls sie  umgedreht - also auf Kopf, in der Legung auftauchen sollte. 

An sich finde ich dieses Buch nicht  schlecht,  und  es bietet einen  kurzen aber prägnanten Einstieg in das Kartenlegen, doch  die Bedeutung  der Karten fand  ich persönlich zu oberflächlich, da hatte ich mir  vom Schöpfer  dieser Karten etwas  mehr  erwartet. Auch deutete  Waite  manche der Karten ganz anders, als zum Beispiel Hajo Banzhaf. Ein Beispiel: Die acht der Kelche:
Bild © 1993 Königsfurt-Urania
Laut Waite:  Waite deutet die Karte mit Freude, Milde, Ängstlichkeit und Ehre und Bescheidenheit. In der Praxis zeigt diese Karte den Niedergang einer Sache und eine Sache, die man für  wichtig  hielt, bedeutungslos sei - ob zum Guten oder Schlechten. 
Laut Banzhaf: im Allgemeinen: Aufbruch mit  schweren Herzens, Verlassenheit. Zukunftssorgen - einen beschwerlichen Weg vor sich haben.
Wie man sieht ist bei Herr Banzhaf nichts mit Freude verbunden bei dieser Karte, dies sind  wiederum Dinge, die  mich ein wenig  verwirrten, denn ich kann in dieser Karte auch nichts freudiges erkennen.

Aber das Buch  bringt auch ein paar sehr interessante  und  nützliche  Dinge  mit sich: denn ich war  ebenfalls auf der Suche, bzw. wollte wissen, ob man diesen Karten auch eine  große Tafel legen kann, wie  man es bei Lenormand- oder Skatkarten kennt. Die Antwort  fand  ich auf den letzten Seiten  des Buches: Ja man kann mit den Rider-Waite Karten auch eine Tafel legen. Zudem erklärt Waite was es bedeuten kann, wenn verschiedene Karten wiederholt  bei einer  Legung  auftreten z.B. beim keltischen Kreuz  treten  zwei Mal Königinnen auf (Königin der Münzen und Königin der Schwerter o.Ä.) dann bedeutet dies aufrichtige Freude. Oder es treten alle  vier Asse der kleinen Arkana auf, dann bedeutet  dies eine  günstige Gelegenheit. Dies bezieht  sich auf das aufrechten Auftreten der Karten und  natürlich gibt  es die Bedeutungen, sollten diese Karten auch umgedreht  auftreten (Mit umgedrehten Karten, habe ich auch gute Ergebnisse erzielen können). 

Trotz dieser  hilfreichen Tipps, wie  man eine Deutung intensivieren kann, bin ich von diesem Buch doch ein wenig  enttäuscht, da ich mir  mehr  zu den Bedeutungen  der  Bilder  der Karten erhofft hatte, anstelle einer  oberflächlichen Beschreibung, was  zu sehen ist. 

Wer  das Kartenlegen der Rider Waie-Karten mit den traditionellen Deutungen erlernen möchte, für  denjenigen ist dieses Buch am besten geeignet. Mir  konnte es  nur  bedingt weiterhelfen, aber dennoch ist ein stetes Nachschlagewerk für mich geworden, was die umgedrehten Bedeutungen  und  das wiederholte Auftreten von Karten bei einer  Legung angeht. 
2 von 5 Nectores - wirklich schade!

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