Montag, 9. November 2015

Rezension: Der Herr des Turmes von Anthony Ryan

Titel: Der Herr des Turmes
Autor: Anthony Ryan
Verlag: Hobbit Presse
Seiten: 859
Genre: High-Fantasy
Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Übersetzer: Hannes Riffel und Birgit Maria Pfaffinger
Preis: 24.95€
ISBN: 978-3-608-96018-1



Inhalt:
Wer das Lied des Blutes in sich trägt, dem ist kein Ruhiges Leben bestimmt.

Vaelin Al Sorna kehrt aus den Schlachten zurück und die schwere Bürde der Erinnerung lastet auf ihm. Nie wieder will er töten. Zu viele haben in König Janus’ Krieg ihr Leben gelassen. Als Schwert des Königs ist er für viele, die überlebt haben, das Ziel von Rachegelüsten. Zum Turmherren der Nordlande ernannt, möchte er fern aller Intrigen Ruhe finden. Doch der neue König ist schwach und die Feinde des Reiches schmieden ein Bündnis das mehr und mehr an Macht gewinnt. 
Wird Vaelin Al Sorna, der das Töten hasst, doch wieder zum Schwert greifen?

»Das Lied des Blutes« hat viele Leser in einer faszinierende Fantasywelt voller Geheimnisse, Gefahren und religiöser Konflikte geführt. Im zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie muss Vaelin Al Sorna erkenne, dass es vor dem Schicksal kein Entrinnen gibt.


Meinung: 
Auch wenn der erste Band der Rabenschatten-Trilogie Das Lied des Blutes hie und da seine Längen hatte, oder es doch ein wenig schwer war, der Handlungen zu folgen, war  ich dennoch gespannt, wie es  mit Vaelin Al Sorna, dem Hoffnungstöter, weitergeht. Dementsprechend, konnte ich es auch  abwarten,  den zweiten Band: Der Herr des Turmes,  in Händen halten  zu können. 
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit dieser Übersetzung  viel besser  klarkam, als  mit  dem Übersetzer-Duo vom ersten Band. Ich weiß nicht  genau woran das lag, aber  hier  hatte ich einfach das Gefühl, beim Lesen etwas schneller  voranzukommen. Vielleicht  mochte es auch daran gelegen haben, dass ich wusste, auf  was für einen Schreibstil ich mich dieses Mal einließ. Denn auch in der Fortsetzung  schreibt der Autor, Anthony Ryan, wieder einmal  sehr  lebhaft, wie  ich finde, und es dauert nicht lange, da  ist  man in der Welt  und ihrer Geschehnissen  völlig  versunken  und  fiebert  mit den jeweiligen Charakteren mit. 
Anders, als im ersten Band,  ist  der zweite Teil der Rabenschatten-Trilogie  aus der Sicht von mehreren Charakteren erzählt, die alle  ihre eigene Geschichten erzählen. Was ich  jedes Mal ein wenig verwirrend  fand, war, dass  man in den Kapiteln nie  genau vorhersehen konnte, in welche Richtung  es sich  denn entwickelte. Das mochte vielleicht dem Spannungsaufbau des Buches in einer Weise  nützen, doch ich war  dann und wann ein wenig  ermüdet, denn ich hätte gerne gewusst, was in etwa auf mich zukommt. Auch dauerte es eine ganze Weile, bis  das Buch  an Fahrt aufnahm. Auch wenn ich es liebe, dass Anthony Ryan seine Charakter ausführlich beschreibt, so verliert er sich hie  und da  auch ein wenig  zu sehr  in Details, was mich dann aus dem Lesefluss gebracht hatte. 
Das zweite Buch steht  dem ersten in nichts nach, wie  ich finde. Im neuen Abenteuer, des Hoffnungstöters, der sich vom Töten  abwenden möchte, was aber nicht  ganz funktionierte, erwartet dem Leser eine  ebenso, wenn nicht sogar eine noch komplexere Geschichte. Und ich finde, dass man sich  für  dieses Buch  Zeit nehmen sollte. Auch sollte man sich beim Lesen konzentrieren, wenn nicht,  läuft man Gefahr, dass man der Handlung  nicht  mehr  folgen kann, was mir einige Male  passiert ist.

Ich muss auch sagen, dass  mich einige Dialoge sehr  verwirrt  haben, da  wird einmal eine Frage  gestellt, aber der Dialogpartner  geht  nicht  auf die Frage ein  und  antwortet  irgendeinen Kauderwelsch. Solche stellen haben mich ebenfalls  aus dem Lesefluss  gebracht, denn so musste ich diese Stellen mehrmals  lesen, um den Sinn, der sich mir nicht  zeigen wollte, verstehen zu können. ich weiß nicht, ob das an der Übersetzung liegt? Auch schien das mit den parallelen Handlungssträngen  zu Anfang  noch ganz interessant  zu sein, aber  nach und nach, wird das bei fast 900 Seiten einfach  zu viel des Guten  und  man kann sich  kaum noch etwas merken, was bei Frentis, Vaelin oder bei jemand  anderem vorher passiert  war.
Wirklich spannend  anzusehen/zu lesen waren natürlich die Kampfszenen. Diese Stellen im Buch  habe  ich  sehr  genossen, denn man merkt, dass  die Stärke des Autors  in diesen Szenen am besten zur Geltung  kommt.   Leider  zieht  sich auch der zweite Teil, für  meinen Geschmack im Mittelteil des Buches  zu sehr  in die Länge  und  viel zu viel wird einfach nur  Beschrieben, was die Geschichte im eigentlichen nicht voran brachte.
Auch das Ende lässt mich unbefriedigt zurück, da hätte ich mir  bei knapp 900 Seiten  schon eine abgeschlossene Handlung gewünscht, stattdessen  bleibt das Ende offen.

Im Großen und Ganzen war es  wieder einmal  interessant  zu sehen, wie es mit Vaelin und Co, weiterging auch, wenn  es für mich ziemlich schwer war, der Handlung  zu folgen. Aber dennoch bin ich auf den dritten Band gespannt.

3 von 5 Nectores - gute  Unterhaltung, hätte aber besser sein können.

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