Sonntag, 6. November 2016

Film: Die Insel der besonderen Kinder

Die Insel der besonderen Kinder ist Tim Burtons neuer Fantasy-Film, basierend auf den gleichnamigen Bestseller-Roman von Ransom Riggs. Tim Burton hat ein besonderes Auge für skurrile Filme und Settings, das merkt man auch in diesem Film, auch typische Buton'sche Elemente findet man hier und da wieder, wie zum Beispiel in der einen Szene, in der von Enoch zum Leben erweckte Puppen miteinander kämpfen, so hat es den Anschein, als würde diese Szene in alter Stop-Motion Manier gedreht wurde, was mich sehr an Nightmare Before Christmas erinnerte. 

In Die Insel der besonderen Kinder geht es um den Jugendlichen Jake Portman, der als kleines Kind von seinem Großvater, Abe (Abraham) unheimliche Gute-Nacht-Geschichten erzählt bekommen hat, die von einer Insel handelt, auf der ganz besondere Kinder in einem Heim wohnen. Dort sind sie vor den Monstern geschützt, die sie holen wollen. Der kleine Jake glaubt fest an den Geschichten, die sein Großvater mit Bildern untermalt, was den Glauben an diese besonderen Kinder in Jake noch mehr unterstützt.
Doch mit den Jahren zweifelt der Jugendliche immer mehr an diese besonderen Kinder. Der einsame und sensible Jake, der dazu auch keine Freunde hat, hat es nicht gerade einfach. Eines Nachts findet Jake seinen Großvater in einem Waldstück tödlich verletzt und ohne Augen. In den letzten Lebensmomenten erteilt der Großvater seinem Enkel einen letzten Auftrag: Jake soll zu der Insel auf der das Heim steht und die Kinder leben, reisen und es davor beschützen im Krieg von einer Bombe zerstört zu werden. Jake begibt sich mit seinem Vater auf die Reise nach Wales und verlassen dabei das sonnige Florida. Doch als Jake das Waisenhaus findet, ist dies nur noch eine zerfalle Ruine. Durch einen Tunnel gelangt er dann zurück in das Jahr 1940. Die besonderen Kinder leben in einer Zeitschleife. Immer und immer wieder durchleben sie einen bestimmten Tag und kurz bevor das Haus, in dem sie leben von der Bombe zerstört wird, wird die Zeit von der Heimleiterin Miss Peregrine, zurückgedreht.

Ich war anfangs sehr skeptisch, dass der Film zu sehr aus CGI entstanden wäre, was auch hier und da der Fall war, aber Tim Burtons skurriler und uriger Stil haben diese Skepsis schnell über Board geworfen. Nachdem Jake nun bei den besonderen Kinders angekommen ist, nimmt der Film sich einige Zeit, damit der Zuschauer Zeit genug hat, um das Waisenhaus, die Welt und deren Bewohner genauer kennen zu lernen. Doch neben den vielen wundersamen und besonderen Dingen, die es dort zu entdecken gibt, gibt es auch das ein oder andere Schreckliche. Es dauert aber nicht lange, da betreten die Antagonisten, die Monster, die sogenannten Hollows, die Insel und machen Jagd auf die Kinder, denn die Monster sind genauer gesagt nach deren Augen her, die sie fresse, um wieder menschlicher werden zu können. 

Was mich leider zum Ende hin etwas enttäuschte war die Sache, dass der Film zu schnell zu einem Ende gelangen wollte. Das merkte man schon, da der Film von nun an mehr an Tempo annahm, da hätte ich mir doch gewünscht, dass man weiter vorne im Film etwas gekürzt hätte, um dann ein weniger gehetztes Ende zu haben. 

Aber im Großen und Ganzen betrachtet ist die filmische Umsetzung von Die Insel der besonderen Kinder mehr als gelungen. Tim Burton hat es geschafft, mich in eine ganz besondere Welt zu entlocken, die auch meinen Vorstellungen, die ich während des Lesens des Buches hatte, sehr nahe kamen, ja fast schon identisch waren. Was die schauspielerischen Fähigkeiten angeht, waren diese mehr als treffend und besonders Eva Green, die Miss Peregrine verkörperte, fand ich mehr als gelungen. Für Tim Burton-Fans ein wahrer Gaumenschmaus und für Fantasyliebhaber ein Must-See und wer die Insel der besonderen Kinder in Buchform verschlungen hat, wird auch diesen Film lieben. Ich jedenfalls habe ihn sehr genossen und kann ihn nur wärmstens empfehlen. 


Regie: Tim Burton / Drehbuch: Jane Goldman - nach dem Roman von Ransom Riggs / Produktion: 20th Century Fox / Verleih: Fox Deutschland / Länge: 127 Minuten / Start: 6. Oktober 2016 / Darsteller: Eva Green, Samuel L. Jackson, Judi Dench, Asa Butterfield, Ella Purnell

Kommentare:

  1. Hi :D

    Ich werde den Film irgendwann auch noch schauen, aber die Meinungen gehen ja echt auseinander. Das Buch habe ich erst dieses Jahr gelesen und fand es toll, irgendwie habe ich angst, es mir zu versauen! ;(

    Liebe Grüße
    Jessi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gehen die Meinungen wirklich so sehr auseinander? Ich habe bisher nur positives gehört. Ich war mit einer Freundin im Kino, die das Buch noch nicht gelesen hatte, aber durch den Film Lust darauf bekam, also kann der Film in dieser Hinsicht gar nicht so schlecht sein. :)

      Lieben Gruß,
      Nico

      Löschen

Danke, dass du dir die Zeit genommen und auf meinem Blog gestöbert hast.

Ein Blog lebt nicht nur von Luft und Liebe, sondern von seinen Besuchern und Lesern und ihren Meinungen/ Kommentaren.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du einen Kommentar dalassen würdest (egal ob Lob oder konstruktive Kritik) um somit meinen Blog ein Stückchen weiter am Leben zu erhalten.

- Cheerio :)